„Wir können Kreisstadt“

04.04.2017

Festakt am 1. April 2017 zum 200-jährigen Jubiläum Perlebergs als Kreisstadt

Bürgermeisterin Annett Jura: „Wir können Kreisstadt!“ (Foto: LK Prignitz)zoom

Feierlich, würdig und kämpferisch gestaltete sich die Festveranstaltung zum 200-jährigen Jubiläum Perlebergs als Kreisstadt. Welch Zufall - 200 Gäste begrüßte Bürgermeisterin Annett Jura am 1. April  im Deutschen Kaiser zu diesem Festakt. Auf den Tag genau vor zwei Jahrhunderten erfolgte die Bildung der Landkreise West- und Ostprignitz im Nordwesten der preußischen Provinz Brandenburg.
Kyritz wurde nach kontroverser Diskussion mit der viel größeren Stadt Wittstock durch eine Kabinettsorder zur Kreisstadt der Ostprignitz erhoben.

Für die Westprignitz stand 1817 völlig unstrittig fest: die alte Hauptstadt Perleberg wird und ist die Kreisstadt.

Mit heute 12 500 Einwohnern sei Perleberg eine familienfreundliche Stadt. „Hier lebt man gern“, begrüßte sie die Gäste, zu denen neben Bundes- und Landtagsabgeordneten auch der Brandenburgische Bildungsminister Günter Baaske zählte. Auch die ehemaligen Bürgermeister Dietmar Zigan und Fred Fischer saßen im festlich ausgestatteten Saal. „Perleberg ist eine Stadt für alle Generationen, Perleberg ist eine Stadt mit Charakter und Perleberg ist Kreisstadt des Landkreises Prignitz“, stellte die Gastgeberin unter dem Beifall der geladenen Gäste des Festaktes heraus. „Wir können Kreisstadt“ fand die vollste Zustimmung des Publikums.

Landrat Torsten Uhe: „Die Kreisgebietsreform ist nicht notwendig!“ (Foto: LK Prignitz)zoom

Landrat Torsten Uhe knüpfte in seinem Grußwort an die 200-jährigen Erfahrungen Perlebergs als Kreisstadt an und schärfte insbesondere den Blick auf die Gegenwart und das aktuelle Thema: „Die Kreisgebietsreform ist nicht notwendig!“, sagte er. „Wenn es trotz der breiten Ablehnung im Land doch zu der Reform kommen sollte, dann muss Perleberg Kreisstadt bleiben!“, fuhr er fort. Was der Landkreis brauche, sei eine zukunftsweisende Funktionalreform. Diese müsse nicht nur die Aufgabenverlagerung vom Land auf die Landkreise neu regeln, sondern auch die Kommunen darin einbeziehen, betonte Landrat Uhe. Notwendig sei zudem die Änderung des Finanzausgleichgesetzes zu Gunsten des ländlichen Raumes, so Torsten Uhe.

Helen Schmidt von der Kammeroper aus Rheinsberg brillierte mit ihrer einzigartigen Stimme. (Foto: LK Prignitz)zoom
Festakt im deutschen Kaiser zum 200. Jubiläum von Perleberg als Kreisstadt.  (Foto: LK Prignitz)zoom
 

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