Anträge für ein Kurzzeitkennzeichen

02.08.2017

Welche Unterlagen sind dazu vorzulegen?

Bereits im Jahr 2015 wurde die Fahrzeug-Zulassungsverordnung bezüglich der Voraussetzungen zur Erteilung von Kurzzeitkennzeichen geändert. „Die Nachfragen in der Kfz-Zulassungsbehörde zeigen, dass nach wie vor viele Unklarheiten zum Geltungsbereich und den erforderlichen Unterlagen bestehen.“, so Anja Autzen, Sachbereichsleiterin Ordnung, Verkehr, Bußgeldstelle.

Kurzzeitkennzeichen sind nationale Kennzeichen und können nur für Probe- und Überführungsfahrten innerhalb der Bundesrepublik Deutschland genutzt werden. Das Fahrzeug muss der Zulassungsbehörde bekannt sein und wird nur für ein Fahrzeug zugeteilt. Eine Nutzung an einem anderen Fahrzeug ist nicht möglich. Die Gültigkeitsdauer der Kurzzeitkennzeichen ist auf längstens fünf Tage (ab Antragstellung) begrenzt, eine Zuteilung für die Zukunft ist nicht möglich. Die Zuständigkeit ist gegeben, wenn der Antragsteller seinen Wohn- und Betriebssitz im Landkreis Prignitz hat oder sich der Standort des Fahrzeuges im Landkreis Prignitz befindet.

Erforderliche Unterlagen:
- elektronische Versicherungsbestätigungsnummer für Kurzzeitkennzeichen (eVB)
das Fahrzeug muss eine Betriebserlaubnis besitzen,
- Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein) und  ggf. Teil II (Fahrzeugbrief)
- ggf. COC-Papier  (EG-Übereinstimmungsbescheinigung )
- Nachweis der gültigen Hauptuntersuchung (Ausnahmen siehe oben, Stempel sind nicht ausreichend),
- gültiges Ausweisdokument: Personalausweis oder Reisepass (mit aktueller Meldebestätigung, nicht
  älter als 3 Monate), ggf. Aufenthaltserlaubnis inkl. Ausweis (Aufenthaltstitel allein ist nicht ausreichend!),

- empfangsberechtigte Personen ohne Wohnsitz in Deutschland müssen eine Person mit Wohn- oder
  Geschäftssitz im Landkreis Prignitz beauftragen,
Bei der Erledigung durch Dritte sind eine Vollmacht und der Personalausweis oder Reisepass mit Meldebescheinigung erforderlich.

Sollte das Fahrzeug keine gültige Betriebserlaubnis oder keine gültige Hauptuntersuchung/Sicherheitsprüfung haben, so ist dies mit einer Einschränkung der Fahrten möglich. Dann sind nur Fahrten zur nächstgelegenen Untersuchungsstelle innerhalb des Landkreises Prignitz und zurück möglich. Wird dem Fahrzeug bei der Hauptuntersuchung/Sicherheitsprüfung keine Mängelfreiheit bescheinigt, so dürfen auch Fahrten zur unmittelbaren Reparatur festgestellter  Mängel in einer nächstgelegenen geeigneten Einrichtung im Zulassungsbezirk oder einem angrenzenden Bezirk und zurück durchgeführt werden.

© Landkreis Prignitz 


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