Änderung der Grundschulverordnung auf dem Weg

12.04.2018

Pressemitteilung des Ministerium für Bildung, Jugend und Sport

In den zurückliegenden Monaten wurde mit Expertinnen und Experten, Gremien und schulischen Vertreterinnen und Vertretern über die Änderung der Grundschulverordnung gesprochen. Bestandteil dieser Grundschulverordnung ist die Einführung standardisierter, indikatororientierter Zeugnisse als Form der schriftlichen Informationen zur Lernentwicklung eines Kindes zum Schuljahresende der Jahrgangsstufen 3 und 4 in den Fällen, in denen sich an Schulen gegen Zensuren entschieden wird.

Damit können die Lernentwicklung und der Leistungsstand eines Kindes individueller abgebildet werden. Wesentliche Lern- und Entwicklungsziele werden mit Bezug auf die individuelle Lernausgangslage und die Anforderungen laut Rahmenlehrplan dargestellt. Die individuellen Fähigkeiten, Fertigkeiten und die Lernentwicklung eines Kindes werden differenziert, transparent und nachvollziehbar für die Eltern formuliert.

Diese indikatororientierte Zeugnisse sollen grundsätzlich am Schuljahresende der Jahrgangsstufen 1 und 2 gelten. Für das Schuljahresende der Jahrgangsstufen 3 und 4 gilt schon jetzt und soll weiterhin gelten: Die Elternversammlung und die Klassenkonferenz können per Beschluss das Notenzeugnis durch schriftliche Informationen zur Lernentwicklung ersetzen (§ 57 Abs. 1 Brandenburgisches Schulgesetz). Diese schriftlichen Informationen werden durch indikatororientierte Zeugnisse  künftig landesweit einheitlich sein.

Weiterhin soll ab dem Schuljahr 2020/21 bzw. 2021/22 anstelle des Halbjahreszeugnisses der Jahrgangsstufen 3 und 4 ein individuelles Gespräch der Klassenlehrkraft mit den Eltern über den Leistungsstand ihres Kindes stattfinden, wie es jetzt schon in den Jahrgangsstufen 1 und 2 üblich ist.

Beides – indikatororientierte Zeugnisse und Elterngespräche – sollen in der geplanten Änderung der Grundschulverordnung verankert werden. Diese Möglichkeiten der Leistungsrückmeldung haben insbesondere die Vertreterinnen und Vertreter des Landeselternrates begrüßt. Im Januar 2018 stimmte der Landesschulbeirat mit großer Mehrheit der geplanten Änderung der Grundschulverordnung zu.

Bildungsministerin Britta Ernst: „Sollte es weiteren Gesprächsbedarf dazu geben, greift das Bildungsministerium dies gern auf. Eine geeignete Möglichkeit ist die nächsten Sitzung des Landesschulbeirates am 21. April 2018.“

Regelung zu Leistungs- und Begabungsklassen (LuBK):

Für Schülerinnen und Schüler, für die deren Eltern den Besuch einer Leistungs- und Begabungsklasse (LuBK) wünschen, wird sich nichts ändern. Mit dem Wunsch zum Besuch des Kindes einer Leistungs- und Begabungsklasse beantragen die Eltern vor den Halbjahresferien der Jahrgangsstufe 4 die Erstellung einer Empfehlung der Grundschule und eines Notenzeugnisses. Daraus folgt, dass diese Schülerinnen und Schüler zum Schulhalbjahr und Schulendjahr der Jahrgangsstufe 4 durch die Schule ein Notenzeugnis erhalten.

© Landkreis Prignitz 


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