Landkreis Stendal sucht deutschlandweit nach Namen für Fischbecker Deichbruchstelle

07.03.2019

Namensvorschläge können ab sofort eingereicht werden - Einsendeschluss: 30.März 2019

Anker (Foto: LK Stendal)

Die Deichbruchstelle Fischbeck bekommt einen emotionalen Ruheplatz. Die Gestaltung wird kreativ umgesetzt. Eine Betonplatte in Form eines Schiffskörpers mit originalen Wrackteilen des damals versenkten Schiffes soll an die dramatische Nacht erinnern, in der der Deich an dieser Stelle gebrochen ist. Das Schiff und die Wrackteile sind Hauptelemente, da durch die Sprengung zweier Schiffskörper an dieser Stelle, die Strömung an der Deichbruchstelle gestoppt wurde.

Der Landkreis Stendal sucht deutschlandweit nach Ideen, wie die Stelle heißen soll. Der zu findende Name wird am Denkmal geschrieben stehen und auf den touristischen Zuwegen verortet.

Die diesjährige Hochwasserkonferenz am 11. Juni findet an der Deichbruchstelle Fischbeck statt und ist Rahmen für die Einweihung des Outdoor-Denkmals. Auf dieser Veranstaltung wird der Name verkündet.

Namensvorschläge können ab sofort eingereicht werden:

Einsendeschluss 30. März 2019

Einreichung an pressestelle@landkreis-stendal.de oder Post: Hospitalstraße 1-2, Pressestelle, 39576 Hansestadt Stendal

Kennwort: Fischbeck

Aus allen Einsendungen werden 3 Favoriten vorausgewählt und zur Abstimmung veröffentlicht.

Im Online - Voting kann über den Gewinnernamen entschieden werden. Online Abstimmung über webseite Landkreis Stendal und social media.

Der kreative Kopf, der den Gewinnernamen erfindet, wird benachrichtigt und zur offiziellen Einweihung eingeladen. Mit 100 Euro honoriert der Landkreis Stendal den Denkaufwand.

„Ich wusste damals noch nicht konkret aus welchem Grund ich mich für die Einlagerung der Überreste des gesprengten Schiffs entschied. Es war aus einem Gefühl heraus, eine solche entscheidende Aktion, die womöglich Menschenleben rettete, aufzuheben. Die Wrackteile werden nun in so einem stilvollen Rahmen aufgestellt und werden für die Menschen hier und besonders für Touristen ein Hingucker sein. Ein Hingucker, der die Geschichte authentisch erzählt.“ so der Stendaler Landrat Carsten Wulfänger, der sich engagierte und mit dem Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft Sachsen-Anhalt (LHW) die Idee der Gedenkstelle auf dem Deich entwickelte.

Der Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft Sachsen-Anhalt (LHW) ist Projektträger des Neubaus, den Entwurf zur Gestaltung lieferte Marco Schirmer, Fachbereichsleiter LHW.

Details zur Gestaltung:
Es entsteht ein Ruhepool. Sitzgelegenheit und Erinnerungsstätte. Kernstück dieser Gedenkstätte werden Wrackteile der versenkten Schute sein. Es handelt sich um Poller, Anker und Windenzüge. Die Erinnerungsstücke werden mit Ankerbolzen dauerhaft auf eine Betonplatte aufgestellt. Die Betonplatte hat die Kontur einer Schute und die Maße sind entsprechend: 15 Meter lang, 4 Meter Breite am Bug, 5 Meter breite am Heck, Mittelteil 6 Meter. In der Mitte der Platte wird eine Wetterschutzhütte erbaut. Ein Tisch und zwei Bänke befinden sich unter dem Dach. Eine Informationsstele wird installiert. Für Besucher des Ortes wird das Ereignis darauf nachzulesen sein. Ein Fahrradständer wird für Radreisende platziert.

 

Skizze Fischbeck

© Landkreis Prignitz 


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