Gelungene Kombination von Bildung, Museum und Wohnen

11.09.2019

Tag des offenen Denkmals wurde in der ehemaligen Tuchfabrik eröffnet

Anlässlich des Tages des offenen Denkmals  wurde in der ehemaligen Tuchfabrik in Pritzwalk die  neue Ausstellung „Schlösserlandschaften in den deutsch-polnischen Grenzregionen“ eröffnet, die Gordon Thalmann von der Unteren Denkmalbehörde des Landkreises vorstellte. Foto: Landkreis Prignitzzoom

Die  Auftaktveranstaltung des Landkreises Prignitz zum diesjährigen Tag des offenen Denkmals fand in der ehemaligen Tuchfabrik in Pritzwalk statt. An die 200 Besucher ließen es sich nehmen, den geschichtsträchtigen Industriestandort in Augenschein zu nehmen. Die Tuchfabrik der Gebrüder August und Ludwig Draeger war 1839 aus dem Tuchmacherhandwerk des Vaters Wilhelm Draeger hervorgegangen. Die gewachsene Gebäudestruktur der Quandtschen Tuchfabrik dokumentiert die wirtschaftliche und soziale Entwicklung der Stadt Pritzwalk im 19. und 20. Jh. Der Bau der ersten Tuchfabrikgebäude markiert den Beginn der Stadterweiterung im 19. Jh. und die Entwicklung zur Industriestadt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden Teile der Fabrikgebäude umgenutzt. So war der ehemalige Verwaltungsbau neuer Sitz des Rates des Kreises. Seit der Wende standen große Bereiche der Fabrikanlagen leer und die Kreisverwaltung des neuen Kreises Prignitz zog nach Perleberg.

„Es stellt gerade in unserer ländlich geprägten Region alle Akteure vor beträchtliche Herausforderungen, solch große Gebäudekomplexe bzw. industrielle Zweckbauten einer neuen Nutzung, unter Würdigung der denkmalpflegerischen Ansprüche, zuzuführen“, so Landrat Torsten Uhe. Er erinnerte daran, dass vor genau 6 Jahren unter dem Motto „Unbequeme Denkmale“ die Eröffnungsveranstaltung der Prignitz zum Tag des offenen Denkmals genau hier in diesen Räumen stattfand. Im Gegensatz zum damals weitestgehend unsanierten Fabrikgelände und den bevorstehenden Herausforderungen ist der heutige Eindruck über die gelungenen Veränderungen überwältigend. Gerade die Kombination von Bildungseinrichtung, Museum und Wohnen sei den Akteuren besonders gelungen, stellte Uhe heraus. Zu jenen Akteuren gehören Vereine, Firmen, Institutionen, der Landkreis, die Stadt Pritzwalk und auch  Privatpersonen, die die  Sanierung der Tuchfabrik ermöglichten.

© Landkreis Prignitz 


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