Ministerpräsident Woidke dankt all Jenen, die zu den Feiertagen für andere da sind

20.12.2019

Kreiskrankenhaus hofft auf Unterstützung des Landes bei der Weiterentwicklung des Hauses

Ministerpräsident Dietmar Woidke (r.) brachte bei seinem Besuch im Kreiskrankenhaus Prignitz in Perleberg auch Geschenke für die Kinder mit. Foto: Landkreis Prignitzzoom

Seinen Besuch im Kreiskrankenhaus Prignitz in Perleberg nutzte Ministerpräsident Dietmar Woidke, um kurz vor dem Weihnachtsfest all Jenen zu danken, die mit ihrem Dienst zu den Feiertagen für andere Menschen da sind, wenn sie gebraucht werden. „Danke für Ihre tolle Arbeit das ganze Jahr über“, sagte er. Besondere Aufmerksamkeit galt den  Patienten der Kinderklinik. Einen großen Wagen mit Geschenken hatte er mitgebracht, um die kleinen Wünsche der Kinder zu erfüllen. Einen ganz großen Wunsch hatten sie aber auch noch. „Wir wünschen uns so sehr mehr Betten, damit alle kranken Kinder hier gesund werden können“, las Katja von ihrem Wunschzettel vor.

Dieses konkrete Thema hatten der Verwaltungsratsvorsitzende Torsten Uhe und die Klinikleitung mit dem Ministerpräsidenten gerade aufgegriffen. „Ich freue mich sehr, dass Sie die Zeit gefunden haben, Ihren im Januar geplatzten Besuch im Kreiskrankenhaus jetzt nachzuholen“, wandte sich Uhe an Woidke. Das Beispiel Perleberg zeige, dass ein kommunal geführtes Krankenhaus im ländlichen Raum gut aufgestellt sein kann, betonte Uhe. Die Zahlen sprechen für sich: 740 Mitarbeiter, 10 Fachabteilungen, 14 000 stationäre Behandlungsfälle in 2018.  Der Kreishaushalt konnte sogar eine geringe Zuführung erhalten. Das wird in den nächsten Jahren nicht mehr stattfinden können, prognostizierte Uhe. Geschäftsführer Karsten Krüger verwies auf die Herausforderungen: erhöhter Dokumentationsaufwand, Fachkräfte-Akquise, neue Notfallstrukturen, die 20 Betten der Kinderklinik mit einem Einzugsradius von 80 Kilometern reichen längst nicht mehr aus, obwohl es laut Plan nur 11 sein dürften.  „Wir können uns nicht weiterentwickeln“, brachte es Oberärztin Natascha Rogasch auf den Punkt. Der Umbau der Notaufnahme und die Erweiterung der Kinderklinik gehe nur über einen Anbau, unterstrich Krüger. Doch dafür bedürfe es einer Anschubfinanzierung, weil normale Förderprogramme nicht greifen würden, so der Geschäftsführer. Woidke verstand das sehr wohl und bekräftigte seinen Standpunkt: Zu stark die betriebswirtschaftliche Bewertung von Krankenhäusern in den Mittelpunkt zu stellen, für Leute, die anderen helfen, ist zu kurz gedacht. Das Land müsse dazu seinen Beitrag leisten, stellte er weitere Gespräche mit dem Kreis in Aussicht.

Landrat Torsten Uhe ließ nicht unerwähnt, dass der Verwaltungsrat auch einen Brief an Angela Merkel gesandt hatte, um den Dialog darüber zu führen, wie die Gesundheitsvorsorge im ländlichen Raum durch die Bundespolitik zukünftig gesichert werden kann.

© Landkreis Prignitz 


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