In vierter Generation

21.04.2017

Landrat Torsten Uhe besuchte den Hof Rohwedder mit Hähnchenmastanlage in Hasenwinkel

Landrat Torsten Uhe (r.) ist aufmerksamer Zuhörer bei den Ausführungen von Reiner Rohwedder (2.v.r.). Foto: lkprzoom

In vierter Generation betreibt Reiner Rohwedder mit seinem Hof in Hasenwinkel Landwirtschaft. Mit einer neuen Hähnchenmastanlage wollte er sich ein weiteres Standbein sichern und einen Lebenstraum erfüllen. Dieser Traum mutete fast wie eine Lebensaufgabe. Denn das Genehmigungsverfahren vom ersten Antrag bis zur ersten fertigen Halle im Jahr 2014 dauerte elf Jahre. Die ersten beiden Hallen stehen, im Mai werden drei weitere je 40 000 Tiere aufnehmen können. Das Fassungsvermögen dieser „Ställe“ mit je 1800 Quadratmetern entspricht genau den Kriterien des Tierwohllabels, dem sich der Familienbetrieb Rohwedder aus Überzeugung angeschlossen hat.

Nicht ohne Stolz präsentierte Reiner Rohwedder diese mutige Investition Landrat Torsten Uhe, der regelmäßig und gezielt Unternehmen der Region aufsucht, um mit ihnen zu bereden, wie der Landkreis sie unterstützen kann. Mit dabei auch Amtstierärztin Dr. Sabine Kramer sowie weitere Landwirte und die  Geschäftsführerin des Kreisbauernverbandes Christina Stettin.

Was das Genehmigungsverfahren anbetrifft, interessierte dies natürlich Torsten Uhe. Reiner Rohwedder erläuterte, dass das Problem offensichtlich auf Landesebene zu suchen ist. „Da entscheiden Leute, die die Gegebenheiten vor Ort überhaupt nicht kennen“, monierte er. Diese Verantwortung müsse im Kreis wahrgenommen werden, so seine Meinung. Dem konnte Uhe nur beipflichten, der mit der Meinung des Landwirtes die Haltung des Kreistages zur beabsichtigten Kreisgebietsreform bestätigt fand: Größere Strukturen machen keinen Sinn. Die Reform verdient nicht im Ansatz ihren Namen. Wichtiger ist, im Zuge der Funktionalreform genau zu überlegen, welche Aufgaben das Land, der Kreis und die Gemeinden zukünftig übernehmen.

Beim Rundgang konnte sich Landrat Uhe vom modernsten Ausstattungsgrad der Hähnchenmastanlage überzeugen. Die Betreuung der Tiere wird vollautomatisch gesteuert. „Von jedem Punkt der Welt aus könnten wir die Anlage überwachen – wenn wir ausreichend Internet hätten“, erläuterte Rohwedder. Der Breitbandausbau im Landkreis werde forciert, informierte Uhe, und nahm mit, dass bei den jetzigen Ausbauplanungen das Gebiet Berücksichtigung finden muss.

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