Ein Campus mit Charme

31.08.2017

Landkreis kann mit moderner Verwaltung beim Besuch von Innenminister Schröter punkten

Gut aufgelegt: Innenminister Karl-Heinz Schröter (l.) und Landrat Torsten Uhe. Foto: Lkprzoom

Karl-Heinz Schröter, Innenminister des Landes Brandenburg, besuchte am Mittwoch (30.8.2017) den Landkreis Prignitz und folgte damit einer Einladung von Landrat Torsten Uhe.  „Ich freue mich, dass der Minister sich direkt ein Bild von den Gegebenheiten in Perleberg macht“, sagte er. Ein gut aufgelegter und interessierter Schröter entgegnete, dass er schön geschriebene Vorlagen genug bekomme und er sich grundsätzlich die Dinge vor Ort gern selber ansehe. Konkreter Hintergrund der Schröter-Visite war die Auslotung einer zukünftigen Kreisstadt eines neuen Kreises, in dem die Prignitz und Ostprignitz-Ruppin zusammengehen sollen. Dazu wird der Landtag ein Gesetz verabschieden – „nicht vor November“, wie Schröter ankündigte.  

Landrat Torsten Uhe geht davon aus, dass es eine knappe Mehrheit für diese Kreisreform geben werde. Der Kreistag Prignitz lehnt sie klar ab, aber das entbinde nicht davon, sich damit zu beschäftigen.

 
Beeindruckt: Cordula Benzin und Steffen Nagel (m.) stellen im Kreisarchiv den hochmodernen Scanner zur Digitalisierung von Dokumenten und Büchern vor. Foto: Lkprzoom

Während seines vierstündigen Besuches konnte sich der Innenminister ein Bild von den Gegebenheiten in Perleberg machen und manches Neues mitnehmen, vor allem an den Schnittstellen  zu landeshoheitlichen Aufgaben, wie etwa im Katasteramt. Gut angelegtes Geld, bescheinigte er Christine Lindow, die ihren Sachbereich Kataster und Geoinformation vorstellte. Zu den „Klassenbesten“ im Land zählte Schröter die Organisation des Rettungsdienstes, der als Eigenbetrieb mit dem Krankenhaus und der ADAC Luftrettung hervorragend zusammenarbeitet und eine 98-prozentige Flächenabdeckung der Prignitz garantiert. „Ich werde die Cottbuser ermutigen, sich mal hier in der Prignitz umzusehen“, sagte Schröter zu Werkleiter René Glaeser. Weitere konkrete Stationen waren das Kreisarchiv, die TUIV mit ihren höchsten technischen Standards, der Sachbereich Brand- und Katastrophenschutz, der jederzeit auf jegliche Bedrohungslagen reagieren kann, und das Kreiskrankenhaus. Geschäftsführer Karsten Krüger stellte hier eine geplante Investition in die Zukunft vor, die Errichtung eines Mehrzweckgebäudes mit Arztpraxen, Kita und Versammlungssaal mit bis zu 200 Personen, in dem auch ein größerer Kreistag tagen könnte.

René Glaeser (l.) erläuterte das Modell des Rettungsdienstes in der Prignitz, zu dem Innenminister Schröter interessierte Fragen stellte. Foto: Lkprzoom

„Wir sind eine moderne, junge und zukunftsfeste Kreisverwaltung“, warb Uhe für den Kreissitz Perleberg.  Die Stadt biete alle Möglichkeiten und habe es verdient, weiterhin als Kreisstadt für die ganze Region zu agieren. Immobilien, die keinen Sanierungsbedarf haben und unkompliziert 140 Mitarbeiter zusätzlich aufnehmen könnten oder die über 660 Parkplätze garantierten, dass mit den Steuergeldern der Bürger verantwortungsbewusst umgegangen werde.

Dass Perleberg den „Test“ bestanden habe, das konnte auch Schröter bestätigen. Summa summarum, habe die Kreisstadt der Prignitz vieles auf der Habenseite zu verbuchen. Der Campus in der Berline Straße habe seinen Charme und biete sogar Erweiterungsmöglichkeiten, stellte er heraus. Mit seinem Besuch sei aber noch keine Vorentscheidung im Innenresort gefallen „So weit sind wir noch nicht.“ Schröter deutete an, dass es nach einer Fusion der Kreise einen Hauptverwaltungssitz und einen weiteren Verwaltungssitz mit Außenstellen geben werde. Wo der Kreisstadtsitz verloren gehe, so Schröter, sei das Land am Überlegen, wie man mit finanziellen oder infrastrukturellen Ausgleichsmaßnahmen Unterstützung geben kann.  

Bei der Pressekonferenz nach vierstündigem Rundgang durch Perleberg (von links):Holger Konrad (Werkleiter ISP), Bürgermeisterin Annett Jura, Landrat Torsten Uhe, Innenminister Karl-Heinz Schröter, Dr. Markus Grünewald und Johanna Weidel (beide Innenministerium). Foto: Lkprzoom
Bürgermeisterin Annett Jura und Landrat Torsten Uhe (m.) bedanken sich bei Innenminister Karl-Heinz Schröter mit einem aktuellen Erinnerungsbild von seinem Besuchstag. Foto: Lkprzoom
 

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