Feierliche Übergabe des Bauloses 3b und der Kreisstraße 7031 der Gesamtmaßnahme

04.06.2021

„Hochwasserschutz Ortslage Breese“

„Den emotional vorgetragenen Forderungen der Anwohner „An der Trift“, dem gemeinsamen Engagement der Gemeinde Breese mit dem Amt Bad Wilsnack/Weisen und des Landekreises Prignitz sowie dem Versprechen der Landesregierung, den Hochwasserschutz Breese nach dem Jahrhunderthochwasser 2013 zügig voranzutreiben, sind Taten gefolgt.“ konstatierte heute Landrat Torsten Uhe am Anfang seiner Rede bei den Eröffnungsfeierlichkeiten.

Der letzte Bauabschnitt ist nun fertiggestellt. Auf ca. 1 km wurde die Kreisstraße zwischen Weisen und Breese, von Mai 2020 bis Mai diesen Jahres, dem erforderlichen Hochwasserschutzniveau angepasst. Bei der Umsetzung der entsprechenden Leistungen für den Vehrkehrswegebau hat die Kreisstraßenmeisterei des Landkreises Prignitz beratend mitgewirkt.

Deichübergabe (Foto: LK Prignitz)

„Unser Dank gilt dem Ministerium von Herrn Vogel und insbesondere auch den Kollegen des Landesamtes für Umwelt für die Planung, Vorbereitung und Begleitung der gesamten Hochwasserschutzinvestition“ so Uhe weiter. Der Landrat dankte aber auch allen bauausführenden Firmen – für den letzten Bauabschnitt der Firma Meyer Tiefbau GmbH & Co. KG aus Uelzen, die vor Ort qualitativ gute Arbeit geleistet hat.

Die Kreisstraßenmeisterei wird nun nach Herstellung des Hochwasserschutzes in Bresse die an das Baufeld des Bauloses 3b angrenzende Stepenitzbrücke bei Weisen erneuern. Damit wird sie den Erfordernissen zuküftiger Hochwasserereignisse angepasst. Die Brückenbauarbeiten sind ab dem 28.06.2021 bis Herbst 2022 unter Vollsperrung geplant.


Schutz vor Jahrhunderthochwasser an der Elbe: Woidke und Vogel übergeben finalen Elbdeichabschnitt in Breese / Prignitz

Eine Pressemitteilung des Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz des Landes Brandenburg

Der letzte Bauabschnitt für den Hochwasserschutz in Breese im Landkreis Prignitz ist fertiggestellt. Damit sind die seit dem Jahr 2014 durch das Land Brandenburg vorgenommenen Arbeiten zur Herstellung des Hochwasserschutzes für die Ortslage Breese abgeschlossen. Ministerpräsident Dietmar Woidke und Umweltminister Axel Vogel übergaben heute feierlich die fertiggestellten Hochwasserschutzanlagen der Ortslage Breese.

Ministerpräsident Dietmar Woidke: „Wir haben Wort gehalten. Auch der letzte Teilabschnitt für die Hochwasserschutzanlagen an der Elbe bei Breese ist pünktlich und in sehr guter Qualität fertiggestellt worden. Damit wird der Ort selbst vor einem so genannten Jahrhundert-Hochwasser geschützt sein. Die Ertüchtigung der Hochwasserschutzanlagen in der Prignitz hat angesichts der zerstörerischen Fluten in den vergangenen Jahren hohe Priorität im Land. Insgesamt sind die Elbehauptdeiche im Landkreis dank des kontinuierlichen Engagements insbesondere des Landesamts für Umweltschutz und des Umweltministeriums zu über 98 Prozent auf mindestens eine Höhe von 7,45 Meter am Pegel Wittenberge ausgebaut. Und in der Region sollen weitere wichtige Hochwasserschutzmaßnahmen umgesetzt werden. Hochwasserschutz ist uns aber überall im Land wichtig. Seit 1997 wurden etwa 778 Millionen Euro investiert, davon in Elbdeiche mehr als 171 Millionen Euro.“

Umweltminister Axel Vogel: „Das etwa drei Kilometer Luftlinie von der Elbe entfernte Breese war noch beim letzten Elbehochwasser im Frühsommer 2013 schwer betroffen. Teile der Ortslage wurden bei Hochwasser durch den starken Rückstau der Elbe in die Niederung der Stepenitz überflutet. Es bestand zwingender Handlungsbedarf. Die großen Anstrengungen, die daraufhin von allen Beteiligten in den Neubau und die Ertüchtigung des Hochwasserschutzanlagen rund um Breese gesteckt wurden, haben sich mehr als gelohnt.“

Die gesamte und größtenteils neue Hochwasserschutzlinie ist 4.555 Meter lang und besteht aus Deichen und kombinierten Hochwasserschutzanlagen mit Landes- und Kreisstraßen auf der Deichkrone. Die Deichlinie beginnt an der Bahnlinie Hamburg-Wittenberge-Berlin und verläuft vom Abzweig der Kreisstraße 7031, einhundert Meter vor der Stepenitzbrücke, bis zum Wehr Weisen in Richtung Wehr Weisen nach Nordosten parallel zur Stepenitz. Der Deich ist nun durchgehend auf ein einhundertjährliches Hochwasserereignis der Elbe bemessen. Gleichzeitig wird bei Hochwasser eine mögliche Flutung durch einen Rückstau der Karthane verhindert.

Der letzte, jetzt fertiggestellte, circa 1.000 Meter lange Abschnitt des Bauloses 3b als einer der insgesamt fünf Bauabschnitte des Gesamtvorhabens zum Hochwasserschutz Breese ist ein Kombinationsbauwerk aus einer Hochwasserschutzanlage und der Kreisstraße 7031 vom Ortsausgang Breese bis zur Stepenitzbrücke im Norden. Baustart war Ende Juli 2020. Die Baukosten beliefen sich auf rund 3,26 Millionen Euro. In den vergangenen Jahren wurden hier insgesamt über 20 Millionen Euro in den Hochwasserschutz und die dafür notwendigen Straßenbaumaßnahmen und Kampfmittelbeseitigung investiert. Die Finanzierung erfolgte über Fördermittel des ELER (Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums), der GAK (Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“) sowie aus Landesmitteln.

Zur Umsetzung aller vier Baulose wurden zwei Planfeststellungsverfahren und intensive Abstimmungen mit dem Landesbetrieb Straßenwesen für den Abschnitt auf der L11 und der Kreisstraßenmeisterei Prignitz zum Baulos 3 b unter der Kreisstraße durchgeführt. Zusätzlich waren Gasleitungen sowie eine Trinkwasserleitung, eine Abwasserleitung, ein Kabel der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung und Kommunikationskabel der Telekom zu verlegen. Am Baulos 2/L11 wurde für den Hochwasserschutz Wald gerodet. Kampfmittel mussten ebenfalls geräumt werden – zwölf Fliegerbomben sind vor Ort gesprengt worden.

Insgesamt sind bisher 171,32 Millionen Euro für den Hochwasserschutz an der Elbe in die komplette Prignitz investiert worden. Weitere Investitionen in die Sanierung von Elbehauptdeichen und Rückstaudeichen an der Karthaneniederung sowie weitere Hochwasserschutzmaßnahmen an der Elbe befinden sich in Planung.

© Landkreis Prignitz 


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