„Wir brauchen Player wie Sie“

19.08.2021

Landrat Uhe besuchte Braas Dachziegelwerk in Karstädt

Im Karstädter Dachziegelwerk stellte Werkleiter Hans-Peter Fester seinen Gästen Torsten Uhe und Steffen Kammradt (v.l.) den Produktionsprozess vor. Foto: Landkreis Prignitzzoom

Rund 26 Millionen Dachziegel werden pro Jahr im Karstädter Dachziegelwerk, bekannt auch unter dem Namen Braas, hergestellt, das seit 2017 zur BMI Group gehört. Acht Modelle vom Flachziegel bis zum Doppelmuldenziegel verlassen das Werk mit so verheißungsvollen Namen  wie nordisch modern, ausdrucksstark oder zeitlos schön.

Landrat Torsten Uhe zeigte sich beeindruckt von den hochmodernen Produktionslinien und der Leistung der hier im Schichtsystem Tätigen. Werksleiter Hans-Peter Fester und Bernard Gualdi, Leiter der BMI Unternehmenskommunikation für Zentraleuropa, stellten ihm am Mittwoch das Werk, das 1994 neu gebaut wurde, bei einem Rundgang vor. Mit dabei auch Steffen Kammradt von der Wirtschaftsförderung Brandenburg,  Uwe Büttner von der Wirtschaftsfördergesellschaft Prignitz sowie Bürgermeister Udo Steack.

Man könne auf einen festen Mitarbeiterstamm bauen, berichtet Fester nicht ohne Stolz. Es gäbe sehr viele Rückkehrer unter den 102 Beschäftigten, regelmäßig werden 1 bis 2 Auszubildende aufgenommen. „Bisher konnten in den letzten sechs Jahren alle übernommen werden“, sagt Fester. Dennoch sei man auf der Suche nach neuen Fachkräften. Das Werk hat bisher die Corona-Pandemie meistern können, keiner musste in Kurzarbeit geschickt werden, informiert Fester: „Wir konnten durchfahren und hatten aber auch strenge Sicherheits- und Hygienevorkehrungen getroffen.“

Die Hälfte des Ausgangsmaterials für die Produktion wird aus einer eigenen Tongrube gewonnen, die anderen Stoffe müssen herantransportiert werden. Damit spricht Fester ein logistisches Problem an, denn auch für die Auslieferung in Deutschland und ins Ausland bedarf es intakter Strukturen. „Wir schielen sehr stark auf die A14 und hoffen, dass es dort endlich weitergeht bis Karstädt“, sagt Fester unumwunden.

Ein weiteres Gesprächsthema ist die Suche nach innovativen und klimafreundlichen Energieanwendungen für das Werk. Wasserstoff könnte zum Beispiel eine Alternative sein, erläutert Fester. Kammradt nimmt diesen Ball sehr gern auf. Karstädt sei damit auf einem guten Weg, weil auch das Land auf den Ausbau einer Wasserstoffstrategie setze, sagt er.

„Ich habe gut dazugelernt“, verabschiedet sich Uhe nach dem Unternehmensbesuch. Er schätze, wie sich das Werk als großer Arbeitgeber für die Gemeinde ständig weiterentwickelt und sich den modernen Herausforderungen stellt. „Wir brauchen Player wie Sie es sind!“, lobt er.

Auch Gualdi bedankt sich für das Interesse: „Ihr Besuch ist sehr wichtig, weil es uns bekannter macht als attraktiven Arbeitgeber.“

Made in Prignitz

Für Landrat Torsten Uhe war Karstädt der 100. Unternehmensbesuch. Seit 2014 ist er unterwegs, um in den verschiedenen Firmen, Betrieben und Geschäften des Landkreises die Erfolgsgeschichten aufzunehmen aber auch, um bei Problemen aufmerksam zuzuhören. Fachkräftemangel, Autobahnbau, Deutschlandtakt und Ausbildung waren sehr oft Themen, die beidseitig angesprochen wurden. Wichtig ist dem Landrat, Netzwerke zu vertiefen oder neue zu knüpfen. Mitunter kennen sich Unternehmen auf dem gleichen Gewerbegebiet zu wenig, um voneinander zu profitieren. Dabei ist Uhe kein Betrieb zu klein, um sich vor Ort umzuschauen. Auf dem Besuchsprogramm standen Ein-Mann-Betriebe und kleine Handwerksbetriebe ebenso wie international agierende Firmen von Weltruf, die in der Prignitz ihre Niederlassung haben. Landwirtschaftsbetriebe, Bildungsstätten, Herbergen,  touristische Leistungsanbieter oder soziale Einrichtungen gehörten und gehören weiterhin zum Portfolio der Unternehmensbesuche des Landrates. „Die Prignitz ist hochinnovativ. Zum Teil ist gar nicht so bekannt, wo Made in Prignitz überall vertrieben oder verbaut ist“, so Uhe.

© Landkreis Prignitz 


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