Schnelles Internet für rund 1500 Haushalte

02.05.2022

Symbolischer Spatenstich von Telekom und Landkreis für weiteren Breitbandausbau

Rund 1500 Haushalte erhalten über die Telekom schnelles Internet. Hinzdorf bei Wittenberge gehört dazu, wo gestern die Akteure gemeinsam mit dem Landkreis den Auftakt für den Breitbandausbau gaben. Foto: Landkreis Prignitzzoom

Rund 1.500 Haushalte, Unternehmen und Schulen in Abbendorf, Bad Wilsnack, Bentwisch, Breese, Cumlosen, Garz, Glöwen, Groß Lüben, Hoppenrade, Kleinow, Legde/Quitzöbel, Lindenberg, Plattenburg, Rühstädt, Weisen und Wittenberge können einen Glasfaser-Anschluss bekommen. Die Telekom hat im Rahmen des geförderten Breitbandausbaus im Landkreis Prignitz den Ausbauauftrag für diese Kommunen erhalten. Gefördert wird der Ausbau von sogenannten „weißen Flecken“: Das sind Gebiete, in denen eine Geschwindigkeit von unter 30 MBit/s im Download erreicht werden und in den nächsten drei Jahren kein Ausbau durch privatwirtschaftliche Initiativen geplant ist.

Beim Baustart am Montag in Hinzdorf bei Wittenberge waren der Landrat des Landkreises Prignitz Torsten Uhe und Kerstin Müller, bei der Telekom verantwortlich für die Umsetzung des Glasfaserprojekts in der Prignitz, zugegen. „Ich freue mich, dass die Arbeiten hier im Wittenberger Ortsteil Hinzdorf gestartet sind“, sagte Landrat Uhe. „Es ist ein gutes Gefühl, wenn nach langer, intensiver Vorbereitung die Bagger endlich rollen. Das Internet gehört heutzutage in allen Lebensbereichen zum Alltag. Schnelle Internetverbindungen sind nicht nur Grundlage und entscheidend für Lebensqualität, Wirtschaft und Wachstum. Sondern darüber hinaus sind sie auch Voraussetzung für neue Technologien und Dienstleistungen, wie eine leistungsfähige Telemedizin oder Online-Angebote der Verwaltung. Der Glasfaserausbau in der Prignitz ist für die Entwicklung der gesamten Region enorm wichtig.“

Bis Ende 2024 wird die Telekom rund 650 Kilometer Glasfaser verlegen und nahezu 70 neue Glasfaser-Verteiler errichten. Das maximale Tempo beim Herunterladen steigt auf bis zu 1 Gigabit pro Sekunde (GBit/s). Damit haben die Haushalte, Schulen und Unternehmen im Ausbaugebiet einen Anschluss, der alle Möglichkeiten für digitale Anwendungen bietet: Video-Streaming, Gaming oder Arbeiten von Zuhause. Er eignet sich auch für Technologien wie Virtual Reality, Telemedizin und Smart Home.

Im Zuge des Ausbaus werden Netzverteiler am Straßenrand errichtet und neue Glasfaserkabel von der Vermittlungsstelle bis in die Häuser und Wohnungen verlegt. Danach erfolgt die Einbindung der neuen Leitungen und Anschlüsse in das Gesamtnetz. Bereits in der zweiten Jahreshälfte 2022 werden die ersten Haushalte, Unternehmen und Schulen ihre neuen Anschlüsse erhalten können. Allerdings ist der Umfang der Arbeiten so groß, dass diese im gesamten Ausbaugebiet noch bis 2024 andauern werden. Dabei werden auch neue Verlegetechnologien eingesetzt (z.B. Verlegen in Mindertiefe). „Diese sind zeitsparend, ressourcenschonend und kosteneffizient. Sie führen zu kürzeren Bauzeiten und somit zu weniger Belastungen für die Anwohnerinnen und Anwohner“, sagte Kerstin Müller von der Telekom. „Die Genehmigungsverfahren im Landkreis Prignitz verliefen wahnsinnig gut“, bedankt sich Müller bei der Kreisverwaltung.

Landrat Uhe macht deutlich, worauf es in den kommenden Monaten ankommt: „Mit dieser zukunftsfähigen Infrastruktur hat die Region die Chance, als attraktiver Wohn- und Arbeitsstandort weiter zu punkten.“ Und Kerstin Müller von der Telekom ergänzt: „Glasfaser gibt es nur gemeinsam: Kein Unternehmen wird den Glasfaser-Ausbau in Deutschland allein stemmen können. Darum begrüßen wir als Unternehmen, dass öffentliche Mittel eingesetzt werden, um den Aufbau einer möglichst flächendeckenden Gigabit-Infrastruktur zu ermöglichen. Für den Anschluss an das schnelle Netz brauchen wir das schriftliche Einverständnis des Eigentümers. Sonst dürfen wir sein Haus nicht mit Glasfaser anschließen.“ Die Eigentümer werden dazu angeschrieben. Dabei gibt es Fristen zu beachten, damit der Glasfaser-Anschluss hergestellt werden kann. Die Eigentümer der gefördert auszubauenden Adressen werden dazu in den kommenden Wochen jeweils vor Beginn der Arbeiten angeschrieben.

Beim Glasfaser-Ausbau wird die Glasfaser-Leitung bis ins Haus verlegt, die Signale werden durchgehend optisch übertragen. Kupferkabel mit elektrischer Signalübertragung gibt es in diesem Netz nicht mehr. Dabei werden Geschwindigkeiten von bis zu 1 GBit/s beim Herunterladen und 200 MBit/s beim Heraufladen angeboten.

Interessierte Kunden in den Ausbaugebieten können sich auf www.telekom.de/brandenburg für die neuen Anschlüsse registrieren und erhalten eine Nachricht, sobald diese gebucht werden können. Denn Bürgerinnen und Bürger, die das schnellere Internet nutzen wollen, müssen neue Verträge abschließen oder bereits bestehende anpassen.

© Landkreis Prignitz 


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