Weiterhin keine Funde von infizierten Wildschweinen

10.05.2022

Zaunbau wird fortgesetzt/Fallwildsuche mit Hunden, Drohne und Unterstützern

Auch nach der Anpassung der Restriktionsgebiete mit der Allgemeinverfügung vom 22.4.2022 gibt es keinen Wildschweinfund auf dem Territorium des Landkreises Prignitz, bei dem die Afrikanische Schweinpest (ASP) nachgewiesen wurde. Infizierte Wildschweine wurden bislang nur im benachbarten Landkreis Ludwigslust-Parchim registriert. Um ein Übergreifen der ASP auf den Landkreis weiterhin zu verhindern und die Landwirtschaft vor noch größeren Verlusten zu schützen, hat der Landkreis in den vergangenen Wochen weiter an einem Wildzaun entlang der Grenze zu Mecklenburg-Vorpommern gebaut.  „Wir denken, dass wir diesen Schutzzaun in der kommenden Woche fertigstellen können“, so Amtstierärztin Dr. Sabine Kramer. 

Entsprechend der aktuellen Rechtslage ist der Landkreis intensiv damit beschäftigt, die Erweiterung der sogenannten Weißen Zone zu planen, die genaue Trasse zu fixieren, das entsprechende Material bereitzustellen und Firmen für den Aufbau zu beauftragen.

Ungeachtet dessen laufen die Kontrolle der bereits installierten Zäune und die Fallwildsuche kontinuierlich weiter. Freiwillige Unterstützer waren am heutigen Dienstag im Raum Putlitz unterwegs, am Donnerstag wird im Raum Jännersdorf nach verendeten Wildschweinen konzentriert gesucht. In der kommenden Woche sind auch wieder Suchhunde unterwegs.

Eingesetzt wird ebenso eine Drohne des Landkreises. Mit ihr ist es zum Beispiel möglich, Wildschweinrotten zu orten und gezielt zu entnehmen. Ziel ist, eine wildschweinfreie (Weiße) Zone zu schaffen, um ein Übergreifen der Tierseuche auf seuchenfreie Gebiete zu verhindern.

„Wir bitten alle Bürgerinnen und Bürger unsere Maßnahmen zu unterstützen“, so Dr. Kramer. „Bitte schließen Sie die Tore an den Zäunen nach dem Durchgehen/Durchfahren stets wieder und melden Sie bitte Schäden an den Zäunen ebenso wie verletzte oder verendete Wildschweine oder andere Wildtiere bitte sofort über die ASP-Hotline 03876 713 110. Insbesondere Rehe dürfen in Zaunnähe nicht beunruhigt werden, gehen Sie nicht auf sie zu, das könnte dazu führen, dass sie in Panik geraten.“

Hundehalter/innen werden darauf hingewiesen, dass in der gesamten Sperrzone II (gefährdetes Gebiet einschließlich Kerngebiet und Weiße Zone) strikte Leinenpflicht für Hunde gilt.

© Landkreis Prignitz 


Berliner Str. 49 -  19348 Perleberg -  Telefon: 03876 - 713-0  -   Fax: 03876 - 713-214
Seitenmotiv