Gedenken an die Opfer des 17. Juni 1953

17.06.2022

Kramer: Mutige Frauen und Männer setzten ihr Leben für Demokratie und Freiheit aufs Spiel

In Perleberg gedachten Landkreis und Kreistag der Opfer stalinistischer Willkür und politischer Verfolgung mit einem gemeinsamen Kranz und einer Schweigeminute. Politische Vereinigungen und Bürger der Prignitz legten Blumen nieder. Foto: Landkreis Prignitzzoom

Mit einer Schweigeminute gedachten heute Christopher Teschner, 2. Stellvertretender Kreistagsvorsitzender, und  Dr. Sabine Kramer,  Beigeordnete des Landrates des Landkreises Prignitz,  der Opfer stalinistischer Willkür und politischer Verfolgung von 1945 bis 1989 in der Westprignitz. Anlass ist die Niederschlagung des Aufstandes vom 17. Juni 1953. An der in Perleberg in der Berliner Straße 48 angebrachten Gedenktafel legten sie im Beisein weiterer Kreistagsabgeordneter sowie von Bürgern des Landkreises Prignitz einen Kranz nieder. In diesem Gebäude war bis 1972 die erste Kreisdienststelle der Staatssicherheit untergebracht. Dieser Gedenkort wurde 1993 eingerichtet.

„Der Volksaufstand vor 69 Jahren wurde zwar mit Waffengewalt niedergeschlagen, aber nicht die Hoffnung auf Demokratie und Freiheit“, sagte Kramer. Und weiter: „Wir gedenken an dieser Stelle jener mutigen Frauen und Männer, die am 17. Juni 1953 auf die Straße gingen und ihr Leben für Demokratie und Freiheit aufs Spiel setzten.“ Diese für uns hohen Werte seien keine Selbstverständlichkeit und immer wieder bedroht wie die Gegenwart zeige, führte Kramer weiter aus. 1989 konnten diese Forderungen und Werte endlich in unserer Gesellschaft aufgehen, so Kramer.

© Landkreis Prignitz 


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