15.01.2026
Der Prignitzer Landrat Christian Müller und Philipp Staskowiak, Sachbearbeiter Projektmanagement/Breitbandausbau in der Kreisverwaltung, erhielten am 14. Januar 2026 in Berlin direkt vom zuständigen Bundesminister für Digitales und Staatsmodernisierung, Karsten Wildberger, zwei weitere vorläufige Förderbescheide für den weiteren Breitbandausbau.
Dabei geht es um den Ausbau eines leistungsfähigeren Glasfasernetzes über das Bundesförderprogramm „Gigabit 2.0″ und die Strategie „@GigabitBB30“ des Landes Brandenburg. Für drei von vier geplanten Ausbaugebieten (Lose) gab es bereits vor einem Jahr Förderbescheide. Nun kann auch der Ausbau in Los 4 (Breese, Bad Wilsnack, Rühstädt, Legde-Quitzöbel, Plattenburg) sowie gesondert in der Stadt Wittenberge in Angriff genommen werden. Insgesamt werden dabei 3.640 Adressen einen Anschluss gefördert bekommen, 1.040 davon in der Stadt Wittenberge, 2.600 im Gebiet des Loses 4.
Die europaweite Ausschreibung für die Lose 1 bis 4 hat bereits begonnen, die ebenfalls europaweite Ausschreibung für die Stadt Wittenberge folgt bald. Endgültig bewilligt werden die Mittel, wenn die Ausschreibungen erfolgreich abgeschlossen werden. Danach kann der Auftrag in den einzelnen Losen vergeben werden.
Insgesamt kann im Landkreis Prignitz mit den
Fördermitteln der Anschluss von 12.852 Adressen an das Glasfasernetz gefördert
werden. Folgende Gebiete im Landkreis Prignitz werden in den einzelnen Losen
erfasst:
Los 1:
Putlitz, Triglitz, Kümmernitztal,
Gerdshagen, Marienfließ, Meyenburg, Halenbeck-Rohlsdorf, Pritzwalk (2.775 Adressen, bei denen der Anschluss gefördert
werden kann)
Los
2:
Berge,
Pirow, Gülitz-Reetz, Groß Pankow, Gumtow (2.710 Adressen)
Los 3:
Lenzerwische, Lenzen, Lanz, Cumlosen, Weisen,
Karstädt, Perleberg (3.727 Adressen)
Los 4:
Gemeinde Plattenburg,
Gemeinde Legde-Quitzöbel, Gemeinde Rühstädt, Gemeinde Breese, Stadt Bad
Wilsnack (2.600 Adressen)
Stadt Wittenberge 1.040 förderfähige Adressen
Insgesamt sind Investitionen im Umfang von fast 110 Millionen
Euro geplant. Dank der Fördermittel von Bund und Land können mindestens 90
Prozent der Kosten abgedeckt werden. Den
verbleibenden Rest in Höhe von maximal 4,34 Millionen Euro wird gemäß
Beschluss des Kreistages vom 5. Dezember 2024 der Landkreis Prignitz
übernehmen.
Die Eigenanteile des Landkreises für die verschiedenen Lose variieren in Abhängigkeit der Finanzkraft. Los 2 kann aufgrund der hohen Förderquote des Bundes und der kompletten Aufstockung des Landes auf 100 Prozent ohne Eigenmittel finanziert werden. Für Los 1 und 3 (und auch für das noch nicht bewilligte Los 4) liegt der Anteil der Eigenmittel des Landkreises bei 5 Prozent der Kosten.
© Landkreis Prignitz
