11.02.2026
ADAC Luftrettungsbilanz für Berlin und Brandenburg
Er führt zum vorerst letzten Mal die Einsatzstatistik der
ADAC Luftrettung an: In der Jahresbilanz der gemeinnützigen
Rettungsdienstorganisation belegt der Berliner Rettungshubschrauber „Christoph
31“ Platz Eins in Bezug auf die meisten Alarmierungen. 2.430 Mal wurde er im
Jahr 2025 zu Einsätzen gerufen – Das sind rund 17 Prozent mehr als im Vorjahr
(2.070 in 2024).
Er gilt als der Rettungshubschrauber mit den weltweit meisten Einsätzen - Am
31. Dezember 2025 hob „Christoph 31“ nach fast vier Jahrzehnten jedoch zu
seinem vorerst letzten Einsatz als fliegender Gelber Engel in Berlin ab. An dem
Tag endete die Konzession der ADAC Luftrettung zum Betrieb der Station am
Charité Campus Benjamin Franklin in Steglitz, der Betreiber wechselte. Zum 1.
Januar 2030 kann der Betrieb der Luftrettungsstation erneut vergeben werden.
Die ADAC Luftrettung wird sich an der Ausschreibung wieder beteiligen.
Insgesamt wurden die fliegenden Gelben Engel in Berlin und Brandenburg im
vergangenen Jahr 5.673-mal alarmiert. Davon sind die Hubschrauber der zwei
Brandenburger ADAC Luftrettungsstationen in Senftenberg und Perleberg zu 3.243
Einsätzen ausgeflogen (2024 waren es 3.219 Einsätze). Die meisten Starts in
Brandenburg verzeichnete die Doppelstation in Senftenberg. Sie ist mit gleich
zwei Hubschraubern eine der leistungsfähigsten und modernsten
Luftrettungsstationen Deutschlands. Der Rettungshubschrauber „Christoph 33“ hob
von hier aus 1.265-mal ab, um Patientinnen und Patienten in einem Radius von 50
bis 70 Kilometern zu helfen, während der Intensivtransporthubschrauber
„Christoph Brandenburg“, der im 24-Stunden-Betrieb fliegt, 1.039 Einsätze
verzeichnete. "Christoph 39“, stationiert in Perleberg, rückte im
vergangenen Jahr zu 939 Notfällen aus.
|
ADAC Hubschrauber |
Luftrettungsstation Einsätze 2025 |
|
„Christoph 31“ (Berlin) |
2.430 (2024: 2.070) |
|
„Christoph 33“ (Senftenberg) |
1.265 (2024: 1.248) |
|
„Christoph Brandenburg“ (Senftenberg) |
1.039 (2024: 1.029) |
|
„Christoph 39“ (Perleberg) |
939 (2024: 942) |
In Summe sind die fliegenden Gelben Engel der ADAC Luftrettung 2025 zu rund 49.000 Einsätzen ausgerückt (2025: 48.908; 2024: 49.048). Häufigste Einsatzgründe waren in fast jedem dritten Fall (31 Prozent) Verletzungen nach Unfällen. Dazu gehören Freizeit-, Sport-, Arbeits-, Schul- und Verkehrsunfälle. Bei etwa jeder vierten Alarmierung (26 Prozent) lagen Notfälle des Herz-Kreislauf-Systems wie Herzinfarkte und Herzrhythmusstörungen vor. In 13 Prozent der Fälle diagnostizierten die ADAC Luftretter neurologische Notfälle wie zum Beispiel einen Schlaganfall, in acht Prozent war akute Atemnot oder Asthma die Ursache. Bei fast jedem zehnten Patienten handelte es sich um Kinder oder Jugendliche.
Über
die ADAC Luftrettung gGmbH
Mit 60 Rettungshubschraubern und 37 Stationen ist die gemeinnützige ADAC
Luftrettung eine der größten Luftrettungsorganisationen Europas mit bis heute
mehr als 1,3 Millionen Einsätzen. Die ADAC Rettungshubschrauber gehören zum
deutschen Rettungsdienstsystem, werden immer über die Notrufnummer 112 bei der Leitstelle
angefordert und sind im Notfall für jeden Verunglückten oder Erkrankten zur
Stelle. „Gegen die Zeit und für das Leben“ lautet der Leitsatz der ADAC
Luftrettung gGmbH. Denn gerade bei schweren Verletzungen oder Erkrankungen
gilt: Je schneller die Patientin oder der Patient in eine geeignete Klinik
transportiert oder vor Ort vom Notarzt versorgt wird, desto besser sind seine
Überlebenschancen bzw. seine Rekonvaleszenz. Seit 2023 gibt es die ADAC
Telenotarzt gGmbH. Sie ist eine innovative Tochtergesellschaft der ADAC
Luftrettung und hat sich auf die Bereitstellung von telemedizinischen
Notarztdiensten spezialisiert. Die Crews der ADAC Luftrettung werden trainiert
von der ADAC HEMS Academy GmbH. Die Wartung und technische Bereitstellung
erfolgt über die ADAC Heliservice GmbH. Die ADAC Luftrettung ist ein
Tochterunternehmen der ADAC Stiftung.
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