04.06.2026
Rund 12.500 Bäume und über 600 Hektar behandelt
Die diesjährige Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners (EPS) im Landkreis Prignitz ist abgeschlossen. Nach mehreren Wochen intensiver Maßnahmen aus der Luft und vom Boden fällt das Fazit positiv aus. Insgesamt wurden rund 12.500 Bäume vom Boden aus behandelt, um die Ausbreitung des gesundheitsgefährdenden Schädlings einzudämmen.
Bereits Mitte Mai begann die EPS-Luftbekämpfung. Von den Startplätzen in Legde und Eldenburg aus behandelte ein Hubschrauber insgesamt rund 610 Hektar Fläche. Zum Einsatz kam dabei das biologische Bekämpfungsmittel Foray ES.
Ergänzend dazu erfolgte die Bodenbekämpfung an Standorten, die für eine Behandlung aus der Luft nicht geeignet waren. Zwischen dem 21. Mai und dem 2. Juni wurden innerhalb von acht Arbeitstagen knapp 12.500 Bäume behandelt. Die Schwerpunkte lagen dabei an den Kreisstraßen mit rund 3000 behandelten Bäumen, der Stadt Wittenberge mit rund 2900 Bäumen sowie der Gemeinde Gumtow mit etwa 2000 Bäumen.
Gute Zusammenarbeit aller Beteiligten
„Die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners ist eine Gemeinschaftsaufgabe, die nur durch die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten gelingen kann. Die diesjährige Aktion verlief trotz der hohen organisatorischen Anforderungen weitgehend reibungslos. Mein Dank gilt den Städten, Ämtern und Gemeinden, den Einsatzkräften vor Ort sowie allen beteiligten Unternehmen und Behörden“, lobte Landrat Christian Müller den diesjährigen Einsatz.
Die Bodenbekämpfung wurde vonseiten der Kreisstraßenmeisterei begleitet. Während der Maßnahmen gab es keine nennenswerten Zwischenfälle oder Beschwerden. Auch kurzfristige Anpassungen aufgrund der Wetterverhältnisse konnten gemeinsam mit allen Beteiligten flexibel umgesetzt werden. Die Versorgung mit Wasser für die Bekämpfungsmaßnahmen erfolgte ebenfalls problemlos.
In den kommenden Wochen wird sich zeigen, wie erfolgreich sich die diesjährigen Maßnahmen auf den EPS-Bestand ausgewirkt haben. Alle Einsätze erfolgten in Zusammenarbeit mit dem Landesbetrieb Forst, dem Landesbetrieb Straßenwesen, dem Landesamt für Umwelt und den betroffenen Kommunen. Zur Auswertung der Luft- und Bodenbekämpfung ist bereits ein gemeinsames Treffen aller beteiligten Akteure geplant.
Der Eichenprozessionsspinner
Der Eichenprozessionsspinner stellt insbesondere durch seine feinen Brennhaare eine Gefahr für die Gesundheit von Mensch und Tier dar. Die Raupen können Hautreizungen, Augenentzündungen sowie Atemwegsbeschwerden verursachen. Mit der jährlichen Bekämpfung verfolgt der Landkreis daher das Ziel, die Belastung für Bürgerinnen und Bürger möglichst gering zu halten.
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